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Familienaufstellung bei Burnout - schnelle und tiefgreifende Hilfe

Familienaufstellungen sind eine einzigartige und schnelle Methode die Ursachen von Burnout offenzulegen und zu lösen. Oft reichen eine oder zwei System- & Familienaufstellung aus.

In einer System- oder Familienaufstellung werden die Ursachen, tiefliegenden Muter und Zusammenhänge eines Burnouts sichtbar. Diese Erkenntnis ist der wesentliche Schritt, wieder schnell gesund zu werden. 

Besonders bei Burnout-Themen können Aufstellungen große Dienste leisten. Menschen, die in einen Burnout kommen, verstehen oft nicht genau, warum ihnen ihre Energie abhanden kommt und wie sie diese wiedererlangen. Dabei muss es sich nicht um einen langwierigen Prozess handeln. Je klarer man erkennt, wo an der eigenen Batterie die Kabel so verdrahtet sind, dass sie langsam leer läuft, desto schneller kann man dies beheben. 

Burnout - Warum es wichtig ist, die Ursachen zu finden

Häufig erhält man den Tipps oder nimmt sich selber vor:  'Du musst weniger arbeiten und mehr auf Dich achten.' oder 'Nimm es lockerer und versuche mehr zu entspannen.' Obwohl das alles stimmen mag und man auch einsieht, dass einige Dinge einem nicht gut tun, fällt es oft schwer sie zu verändern. Es erscheint einem fast unmöglich. Dies liegt häufig daran, dass man die Ursache des Verhaltens auf verborgenen Strukturen und der Beziehungsebene findet. Werden diese nicht sichtbar gemacht, so hat man es häufig schwer eine Veränderung zu bewirken oder fällt schnell in alte Verhaltensmuster zurück.

Ursachen für Burnout können auf ganz verschiedenen Ebenen gesucht werden.

Hier ein paar Beispiele: 

  • Organisatorisch: Jemand hat eine Aufgabe erhalten, die nicht lösbar ist, z.B. zu wenig Ressourcen, zu wenig Zeit, fehlende Befugnisse, fehlende Qualifikation. Hier lohnt sich die Frage: Warum hat man diese Aufgabe angenommen? Was steht einer Klärung im Weg?

  • Persönlich: Aufgrund eigener Kindheitsprägungen hat man mitbekommen 'immer Stark sein zu müssen' oder man hat das Gefühl jede Situation aufzufangen und 'retten zu müssen' - wie früher die eigene Mutter, die einem hilfsbedürftig erschien.

  • Systemisch: Der Vorgesetzte delegiert eine Konfliktklärung an einen Mitarbeiter. Dieser kämpft unbewusst einen Stellvertreterkampf, der eigentlich zwischen den Führungskräften auf der gleichen (meist höheren) Ebene stattfinden sollte.

Vielen fällt es schwer, die eigenen Verhaltensmustern zu ändern. Meist gibt es gute Gründe, warum man sich zu viel verausgabt, verloren hat oder aus gewissen Situationen nicht befreien kann. Sind diese guten Gründe nicht bekannt, dann helfen oberflächliche Maßnahmen (wie z.B. mehr Entspannung) meist nichts. Sie werden keinen nachhaltigen Erfolg haben. Es gilt sich auf die Suche nach den tiefliegenden Ursachen und "guten Gründen" zu machen. Denn genau dort liegt die Lösung. 

System- & Familienaufstellung bei Burnout -
Formate & Angebote

Familienaufstellung in der Gruppe

  • Offener Aufstellungsabend - Ein 3-stündiges Abendseminar, in dem 2 Aufstellungen durchgeführt werden. Der Abend ist geeignet die Methode und mich unverbindlich kennenzulernen. Wer sein Anliegen aufstellt, stellt sich erst an dem Abend selber heraus.

    Alle Details und Termine finden Sie hier

  • Aufstellungsseminar - An einem Aufstellungstag oder -Wochenende sind die Aufstellungsplätze garantiert. Auch hier kann man sich zum Kennenlernen auch ohne eigene Aufstellung anmelden. 

    Alle Details und Termine finden Sie hier:
    Aufstellungstag
    Aufstellungswochenende

Familienaufstellung als Einzelsitzung​

  • Aufstellung als Einzelsitzung - In einer Einzelsitzung finden ähnliche Prozesse, wie in einer Gruppenaufstellung statt. Der Unterschied liegt in einer ruhigen, intimen Atmosphäre und der Möglichkeit die Prozesse ohne Außeneinflüsse auf sich wirken zu lassen. 

    Mehr Details zu einer Einzelsitzung finden Sie hier

  • Begleitendes Coaching - Wer bei der Integration und Verarbeitung der Familienaufstellung begleitet werden möchte, kann dies gerne im Nachgang zu einer Aufstellung vereinbaren.  

 

Hier erfahren Sie mehr über die Methode der System- und Familienaufstellungen. 

Haben Sie eine Frage oder
wollen Sie eine Einzelsitzung vereinbaren?

Rufen Sie mich an (0170 831 46 19) oder schreiben Sie mir.

Ich beantworte gerne Ihre Fragen oder wir vereinbaren einen Termin. 

Vielen Dank für Ihre Nachricht! Ich werde mich umgehend bei Ihnen melden.

Was ist eine System-/Familienaufstellung?

Den Ablauf, die Funktionsweise und häufigsten Fragen zu Familienaufstellungen finden Sie hier.

 

Sie wollen Familienaufstellungen gerne live erleben? Dann besuchen Sie einen meiner offenen Aufstellungsabende, um mich und die Methode kennenzulernen. 

Ist bei Burnout eine Familienaufstellung als Einzel- oder Gruppensitzung besser?

​Das kommt sehr auf Sie an. Die meisten Klienten bevorzugen beim Thema Burnout eine Einzelsitzung, da wir uns in einem intimen Rahmen viel Zeit nehmen können, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Sollten Sie mit Familienaufstellungen vertraut sein und ihr Bauchgefühl sich mit einer Gruppe wohler anfühlt, dann hat ihr Anliegen natürlich auch dort Platz. – Wenn Sie sich unsicher sind, was für Sie das passende ist, dann rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir und wir diskutieren dies am Telefon. 

Was ist Burnout?

Burnout kann man sich vorstellen, wie eine Batterie, der man kontinuierlich mehr Strom entzieht als man ihr täglich oder an Wochenenden wieder zuführt. Damit sinkt der Akku-Stand kontinuierlich auf neue Niedrigstände und man wird immer müder, abgestumpfter, distanzierter, weniger Lust am Leben und hat teilweise körperliche Erschöpfungssymptome. 

 

Bei zu viel Druck reißt das schwächste Glied einer Kette. So ist es auch beim Menschen. Jeder hat individuelle Zeichen auf der körperlichen und psychischen Ebene, die sich bei zu viel Stress bemerkbar machen. Hören wir nicht auf diese Signale, so werden sie lauter oder mehr Symptome zeigen sich. 

 

Beim Burnout kommt hinzu, dass obwohl die körperlichen und emotionalen Symptome zunehmen, man durch gewisse Überzeugungen und Verhaltensmuster selbst keinen Ausweg findet. Es ist vergleichbar mit einer Sucht (hier, z.B. die Sucht "alles schaffen zu müssen", "gefallen zu müssen", "keinen Fehler machen zu dürfen"‚ "die Perfekte Mutter zu sein", …) , die man nicht loslassen kann, bevor nicht klar ist, was das zugrundeliegende Thema ist, auf das sich diese Sucht bezieht (siehe auch "Was sind häufige Ursachen hinter dem Burnout?").

 

Burnout ist ein Prozess: Es fängt schleichend an und erst wenn die Batterie und die Symptome an einem Punkt sind, in dem man sie kaum noch aushalten kann, hat man die Chance auszusteigen und sich auf die Suche nach den tiefliegenden Ursachen zu machen. Dieses sich einzugestehen, dass es so nicht weitergehen kann, ist schwer und sogleich der erste Schritt zur Heilung. 

 

Ich wünsche jedem Betroffenen, dass er/sie frühzeitig die Reißleine ziehen und reflektieren kann, wie es gut weiter gehen kann.

"Burnout ist wie das Durchbrennen einer Sicherung,
die das Überleben sichert." 

(Matthias Burisch)

Ist bei Burnout eine Familienaufstellung als Einzel- oder Gruppensitzung besser?

​Das kommt sehr auf Sie an. Die meisten Klienten bevorzugen beim Thema Burnout eine Einzelsitzung, da wir uns in einem intimen Rahmen viel Zeit nehmen können, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Sollten Sie mit Familienaufstellungen vertraut sein und ihr Bauchgefühl sich mit einer Gruppe wohler anfühlt, dann hat ihr Anliegen natürlich auch dort Platz. – Wenn Sie sich unsicher sind, was für Sie das passende ist, dann rufen Sie mich gerne an oder schreiben mir und wir diskutieren dies am Telefon. 

Habe ich Burnout?

Allein sich diese Frage zu stellen ist schon ein Anzeichen dafür, dass Sie vermutlich in einem Burnout sind - oder auf dem besten Wege dahin. Hier verlinke ich einen Burnout Selbsttest. Der Test ist der am meisten verbreitete und älteste Burnout Test (erfunden von Maslach & Jackson). Er ersetzt keine vollständige Diagnose und kann lediglich als Indikator dienen: 

 

 

 

Weiterhin können sie überprüfen, ob Sie bei sich einige der Warnzeichen aus dem Burnout Phasenmodell nach Burisch erkennen. 

Was sind typische Symptome bei Burnout? 

Die Anzeichen können vielfältig sein. Daher sind hier nur einige typische aufgelistet. 

Emotionale Warnsignale bei Burnout sind:

  • Ständig kreisende Gedanken 

  • Nervosität, innere Unruhe

  • Angstgefühl, Versagensängste

  • Vermehrte Fehleranfälligkeit

  • Konzentrationsprobleme

  • Leere im Kopf

  • Gereiztheit

  • Sozialer Rückzug von Freunden

  • Dinge, die früher Spaß gemacht haben, erfreuen einen nichtmehr 

  • Konsum von Alkohol und Medikamenten zur Beruhigung

  • Weniger Sport treiben als gewünscht

Typische körperliche Warnsignale sind: 

  • Einschlafstörungen

  • Muskelverspannungen, oft im Nackenbereich / Bandscheibenvorfälle

  • Kopfschmerzen und Rückenschmerzen

  • Tinitus / Hörsturz

  • Nervöse Tics 

  • Chronische Müdigkeit /Apathie

  • Verdauungsbeschwerden / Magenschmerzen

  • Veränderte Essgewohnheiten 

  • Enge in der Brust / Bluthochdruck

  • Vermindertes Sexualinteresse

  • Häufige Erkältungen, die nur langsam abklingen

Weitere Symptome und Anzeichen zeigen sich auch in der Beschreibung der typischen Phasen eines Burnouts. Es handelt sich um einen Prozess, der sich zunehmend verschlimmert, wenn man nichts dagegen unternimmt. 

Wie verläuft Burnout? - Die 7 Stufen eines Burnouts

Da man sich bei einem Burnout meist erst wenig und dann immer stärker ausbrennt, ist es typisch, dass die Krankheit mehrere Phasen durchläuft. Der Psychologe Matthias Burisch unterteilt ein Burnout in sieben Phasen der inneren Erschöpfung.*  Diese Phasen umfassen im Detail viele typische Symptome eines Burnouts. 

1.  Warnsymptome der Anfangsphase

 

  • Übergroßes Engagement

  • Verleugnung der eigenen Bedürfnisse

  • Hyperaktivität

  • Müdigkeit

  • Mangel an Energie

  • Nicht-Abschalten-Können

  • Unausgeschlafen sein

  • Gefühl, nie Zeit zu haben

 

2.  Emotionale Reaktionen / Schuldzuweisung

 

Manche Menschen beziehen ihre Reaktionen eher auf sich: 

  • Depression

  • Selbstmitleid

  • unbestimmte Angst

  • verringerte emotionale Belastbarkeit

  • Gefühl der Abstumpfung

Andere Menschen projizieren ihr Innerstes eher auf andere: 

  • Aggression

  • Gereiztheit 

  • Schuldzuweisungen

  • Vorwürfe

  • Negativismus

  • Ruhelosigkeit

  • Misstrauen

 

3.  Geistiger Abbau

 

  • Abnahme der geistigen Leistungsfähigkeit

  • Konzentrations- und Gedächtnisschwäche

  • Ungenauigkeit

  • Desorganisation

  • Verlust der Motivation, verringerte Initiative, Dienst nach Vorschrift

  • Verringerte Kreativität

  • Tendenz zum Schwarz-Weiss-Denken

 

4.  Verflachung

 

  • Emotionale Gleichgültigkeit

  • Meiden von Kontakten, die man früher mochte

  • Aufgabe von Hobbies und Freizeitaktivitäten

 

5. Psychosomatische Reaktionen

 

Alle stressbedingten Körpersymptome (siehe z.B. hier).

6. Verzweiflung

 

  • Hoffnungslosigkeit („Das schaffe ich doch eh nicht.“)

  • Negative Einstellung zum Leben

  • Sinnlosigkeit

  • Selbstmordgedanken

  • existenzielle Verzweiflung

 

7. Rückzug

  • Verlust des Einfühlungsvermögens

  • Längere Reaktionszeiten bei alltäglichen Aufgaben

  • Telefonate/Emails nicht beantworten

  • Kaum noch die Kraft, sich der Arbeit zu nähern bzw. sich mit ihr zu beschäftigen

  • Zunahme privater Probleme

Je länger wir auf diese Warnsignale nicht hören, desto lauter und massiver werden sie. Es ist, als ob der Körper und die Psyche absichtlich einen „bremsen“, wenn man selber auf einen Abgrund zu rennt. 

In Familienaufstellungen suchen wir nach der „guten Intention“ der Symptome. Anstatt sie mit Medikamenten zu unterdrücken, laden wir sie ein uns zu helfen die Ursache der Thematik zu erkennen. Meist können wir uns bei den Symptomen im Anschluss sogar bedanken und sie liebevoll entlassen. 

Haben Sie einige der Warnsignale bei sich entdecken können, dann bin ich gerne für Sie da, um gemeinsam hinzuschauen und den Weg zurück zu einem energiegeladenen, freudigen und erfüllten Leben zu finden. -  Eine Einzelsitzung können Sie hier buchen. 

* Das Burnout-Syndrom. Theorie der inneren Erschöpfung. (Burisch, 2006), S. 24-34

Was hilft bei Burnout?

Sie denken, dass Sie an Burnout erkrankt sind? Am Anfang sollte eine medizinische Abklärung stehen, da nie ausgeschlossen werden kann, dass die Symptome nicht eine rein körperliche Ursache haben. Danach richten sich Behandlungskonzepte meist entlang der 4 „E“s (nach Hillert/Marwitz) aus: 

 

  • Erkennen: Der wichtigste Schritt ist, sich einzugestehen und zu erkennen, dass man in einer Burnout-Spirale feststeckt. Damit ist schon viel gewonnen. 

 

  • Entlastung: Je nach Fortschritt des Burnouts müssen die eigenen Batterien erstmal wieder aufgeladen werden. Dazu ist es hilfreich möglichst viele Stromkreise, die die Batterie belastet haben zu unterbrechen (z.B. zeitweilige Krankschreibung im Beruf). 

 

  • Erholung: Achtsam zu schauen, was einem jetzt gut tut ist ein wesentlicher Schritt, die Batterien wieder zu laden. Häufig dauert es gar nicht so lange, bis die Batterie ‚aus dem roten Bereich‘ wieder heraus ist.

 

  • Ernüchterung: Im letzten ‚E‘ geht es darum zu verstehen, warum man in den Burnout gekommen ist. Hier kommt die Familienaufstellung ins Spiel. Sie kann sehr schnell helfen, die Dynamiken und Hintergründe aufzudecken. Sollte eine weitere Begleitung gewünscht sein, so biete ich auch systemisches Coaching an. Familienaufstellungen können jedoch auch durch andere Therapieformen ergänzt werden, z.B. Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie nach Rogers oder Hypnotherapie.  

Wie kann ich mich bei einem Burnout schnell erholen?

Versteht man alle Burnout-Symptome als Hinweis darauf, dass etwas im eigenen Leben nicht passt, so gesundet man am schnellsten, wenn man die Ursache versteht und basierend auf den Erkenntnissen für sich neue und gesündere Entscheidungen treffen kann. Hätte das Nachdenken bereits die Erkenntnis gebracht, dann wäre man meist nicht an dem Punkt, an dem man sich gerade befindet. 

Daher ist meine Erfahrung, dass kognitive Angebote meist längere Zeit benötigen, um an den Wesenskern zu kommen. Die Familienaufstellung geeignet sich besser, da sie unbekannte Muster, die dahinter liegenden Motivationen und Zusammenhänge sichtbar, verstehbar und erlebbar macht.

Mehr über die Methodik der Familienaufstellungen finden Sie hier

Wie kann ich jemanden helfen, der an Burnout leidet?

  • Burnout bemerken die Betroffenen meist als letztes

Eine der Tücken der Krankheit ist, dass die Betroffenen es meist sehr spät selber erkennen, in welcher ungesunden Dynamik sie verhaftet sind. Für das nahe Umfeld ist meist viel früher sichtbar, dass sich jemand zu viel herausgibt und verändert. Für die Familie, Freunde und gute Kollegen ist das nicht einfach auszuhalten. Anstatt gut gemeinter Ratschläge (die der Betroffene sich meist schon selber sagt und auf Grund der Dynamik eh nicht umsetzten kann) empfiehlt sich Rückmeldung zu geben, was man an der Person an Veränderungen wahrgenommen hat und dies mit konkreten Beispielen erläutern. Dies hilft den Burnout-Betroffenen ihr Selbstbild zu korrigieren, da es zur Krankheit dazu gehört, dass man die eigene Lage bagatellisiert. 

  • Burnout ist eine Krankheit und kein Persönlichkeitsmerkmal

Burnout ist immer noch manchmal tabuisiert. Menschen zögern mitzuteilen, dass sie an einem Burnout leiden. Es wird manchmal als persönliche Schwäche interpretiert. Das ist es jedoch nicht. Sie würden doch auch nicht über jemanden urteilen, der sich ein Bein gebrochen oder eine schwere Lungenentzündung bekommen hat. Sind diese Krankheiten verheilt, so sehen Sie die Person nicht anders als vor dem Beinbruch. Sie helfen jemandem, in dem sie Burnout als etwas vergleichbares sehen: eine temporäre Krankheit. 

  • Ins Gespräch gehen

Manchmal ist schwer abzuschätzen, was einer Person guttut. Die Vermutung liegt leicht nahe, dass die Person ‚einfach nur mal wieder Spaß haben muss‘. Aber auch schöne Dinge (z.B. gemeinsam was trinken gehen) können manchmal zu früh und anstrengend sein. Ich vergleiche es damit, dass man mit 40 Grad Fieber auch nicht gerne zum Wasserskifahren gehen würde. Der Tag wäre sehr anstrengend und würde nicht zur Erholung beitragen. So ähnlich können sich Menschen mit Burnout fühlen. Was nie verkehrt ist, wenn man achtsam und respektvoll sich nach dem Befinden informiert und fragt, wie man ggf. unterstützen kann. 

Familienaufstellungen finden die Ursache hinter dem Burnout – ein Beispiel

Wie kommt man von den Symptomen zur Ursache vom Burnout - ein Erklärungsmodell in 4 Ebenen. Nachfolgend eine kure Einleitung mit einem begleitenden Beispiel:

1. Das Verhalten

Im beobachtbaren Verhalten sieht man recht klar, dass sich jemand über die Maßen verausgabt, anstrengt und die eine Energiebalance nicht halten kann. Dieser Person zu sagen, dass sie mit dem Verhalten aufhören soll, ist meist zwecklos. Die Person verspürt einen inneren Druck, eine Angst oder Verpflichtung das Verhalten beizubehalten. Gut gemeinte Ratschläge bleiben häufig ergebnislos.

Beispiel: Karin (Abteilungsleiterin, 46 Jahre alt) kann Arbeit nur schwer delegieren und erledigt viele Aufgaben selbst. Sie meint, dass sie ihr Team nicht über die Maße belasten möchte. Ihr ist es aber auch wichtig alle Aufgabe fristgerecht und in guter Qualität zu erfüllen. Sie arbeitet daher häufig auch schon am Sonntagnachmittag und bleibt auch sonst abends länger, damit alles erledigt ist. 

Karin wird immer müder, hat Schwierigkeiten sich zu konzentrieren und am Wochenende häufig Migräne. Als sie sich immer mehr gestresst fühlt, liest sie Bücher über "Effiziente Führung", "Selbstmanagement", "Zeitmanagement" und besucht einen Yoga-Kurs, der ihr beim Entspannen helfen soll. 
 

2. Die Werte

 

Das Verhalten, welches zum Burnout geführt hat, wird häufig durch ein positives Wertesystem begründet. In diesem gibt man sich Werte, die es verständlich machen, dass man sich selber ausbeutet. Meist wird an diesen Werten sehr lange festgehalten und nicht erkannt, dass es häufig Lösungen gibt, bei denen man die Werte erhalten kann und gleichzeitig neue, leichtere Wege geht. 

 

Karin will "eine gute Chefin" sein, die von ihren Mitarbeitern geschätzt wird. Sie hatte früher mal einen Chef, der alle zu Überstunden gezwungen hat. So will sie auf keinen Fall sein und darauf ist sie stolz. Die jungen Mitarbeiter/innen in ihrer Abteilung sollen ihr Leben doch genießen. Sie ist auch ein Mensch, der zu seinen Versprechen steht und den Anforderungen, die an sie gestellt werden, immer erfüllen möchte. 
 

3. Kindliche Strategien

 

Hinter den Werten stehen häufig Verhaltensweisen aus der Kindheit, die uns die damalige Situation leichter gemacht haben. So versuchen z.B. Kinder ihren Eltern häufig viel Last abzunehmen. 

 

Karin's Eltern sind schwer traumatisiert und emotional wenig erreichbar. Karin mag sie nicht mit ihren eigenen Bedürfnissen noch weiter belasten und schont ihre Eltern, soweit sie kann, indem sie ein 'liebes Kind' ist. Sie freut sich, wenn die Eltern sie dafür loben, wie selbständig sie schon als junges Mädchen ist und immer mithilft. Hier werden schon zwei von Karin’s kindlichen Strategien sichtbar: 

  • "Ich möchte meine Eltern (später Mitarbeiter) nicht belasten."

  • "Ich tue alles in meiner Macht Stehende, damit es meinen Eltern (später Vorgesetzten) gut geht und ich sie nicht enttäusche."

Dies ist stark verkürzt dargestellt und soll nur eine Idee von solchen Verbindungen zeigen. Teilweise gehen die Verstrickungen auch noch über die Elternebene hinaus. 

 

4. Der verborgene Schmerz

 

Auf dem Boden des Problems liegen häufig starke verborgene Gefühle (Trauer, Angst, Wut, Schmerz), die man nicht fühlen wollte. 

 

Karin hat als Kind – wie jedes normale Kind - das Bedürfnis von Ihren Eltern Aufmerksamkeit, Liebe und Geborgenheit zu bekommen. Als Karin schon früh gemerkt hat, dass sie dies nur minimal erhält, hat sie angefangen für ihre Eltern da zu sein und diese zu stabilisieren. Alles in der Hoffnung, dass diese so gesunden, dass die Eltern dann in der Lage sind für Karin da zu sein und ihr all das geben, was sie sich so sehnsüchtig wünscht. 

Die Trauer, die Wut und der Schmerz, dass sie all das nur in sehr kleinen Dosen erhalten hat, steckt auch heute noch in ihr und sie hat es jahrelang durch ihr "Rettungsprogramm" überdeckt. Die Parole an ihr inneres Kind lautet: "Erst rette ich Mama und Papa und dann bekommen wir, was wir brauchen. So lange musst Du einfach funktionieren und Deine Bedürfnisse hintenanstellen." In Ihr ist auch die Einstellung: "Wenn ich viel für meine Eltern mache, dann bekomme ich ein wenig Dank für meine Dienstleistungen. Das ist nicht die 'bedinungslose Liebe' oder Aufmerksamkeit, die ich mir wünsche und ich werde auch nicht mit meiner Art und Talenten gesehen - Aber es ist besser als nichts und hält mich am Leben. Daher ist mein Rettungsprogramm für mich lebensnotwendig."

 

Es gibt natürlich noch viele andere Programme und Verstrickungen, die hinter einem Burnout stehen können, z.B:

  • Schwester verliert ihren jüngeren Bruder durch Krebs: Sie wird Ärztin und schwört sich, dass sie alles tut, damit kein Kind mehr sein Kind/Geschwister verlieren und Schmerzen der Trauer aushalten muss. Dabei ist es die eigene Trauer, die noch immer feststeckt. 

  • Vater sieht in seinem Sohn seinen eigenen Vater, den er ablehnt: Der Sohn wird sehr erfolgreich und hofft, dass wenn er sich nur genügend anstrengt, der Vater irgendwann stolz auf ihn wird.

  • Die Mutter verliert ihr erstes Kind durch eine Totgeburt. Über den Verlust kommt die Mutter nicht hinweg. Der nachgeborene Sohn muss (unbewusst) der Mutter das verlorene Kind ersetzten und fühlt sich verpflichtet, sie (und später alle anderen) aus Ihrer Trauer zu befreien und zu erreichen. Zudem hat es sich nie passend angefühlt der Erstgeborene zu sein. Diese Verwirrung und Verstrickung mit dem älteren Geschwister hat auf das Leben des Sohnes große Auswirkungen. 

Dies sind nur einige sehr kurze Beispiele. In der Familienaufstellung gehen wir diesen Verbindungen nach und gehen an die Ebenen, in denen sich diese angestaute Trauer, Wut, Angst erlebbar wird und lösen kann. Der Erwachsene kann sich dem inneren Kind liebevoll zuwenden und ihm das geben, was es sich schon so lange wünscht – dann muss es nicht mehr im Außen gesucht werden. 

Was sind Ihre Verstrickungen und Familiendynamiken? In einer Famlienaufstellung kommen sie damit in Kontakt und lernen Belastendes zu lösen und das Gefühl der liebevollen Verbundenheit zu stärken.  - Vereinbaren Sie gerne ein Termin mit mir. 

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